„Dass bei den Sommertouren der Thüringer Landesregierung 2026 kein einziger Termin am seitJahren geschlossenen Salzaquellbad stattfand, sagt mehr aus über die Prioritäten in Erfurt als jedeSonntagsrede“, erklärt die Nordhäuser Stadträtin und Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann (AfD). Bereits im vergangenen Jahr hatte sie die Landesregierung mit einer KleinenAnfrage zu den Fördermöglichkeiten für das Salzaquellbad konfrontiert.„Die Antwort aus Erfurt fiel ernüchternd aus – bis heute hat sich daran nichts geändert. Umsounverständlicher ist für mich, dass Oberbürgermeister Kai Buchmann die Vertreter derLandesregierung im Rahmen ihrer Sommertouren nicht an das geschlossene Salzaquellbad führte.Wer in Erfurt für Unterstützung werben will, muss den Verantwortlichen auch die Realität vor Ortzeigen – diese Chance wurde vertan. Drei Jahre nach den ersten politischen Ankündigungen hat sichfür die Bürger nichts verbessert.“Nach der erneuten Absage einer Landesförderung erhebt Kerstin Düben-Schaumann schwereVorwürfe gegen die Landesregierung sowie gegen SPD, CDU und Linke. „Insbesondere vermisse ichden Einsatz der Regierungsparteien und des Oberbürgermeisters gegenüber den zuständigen Stellenin Erfurt. Drei Jahre Ankündigungen, und für die Bürger hat sich nichts geändert. Das Bad ist zu – undes bleibt zu.Bereits vor einem Jahr hatte die Staatskanzlei als Antwort auf meine Kleine Anfrage klargestellt, dassweder das 2028 anstehende hundertjährige Jubiläum des Bades noch das 1100-jährige StadtjubiläumNordhausens besondere Fördermaßnahmen rechtfertigen würden. Fördermöglichkeiten überSportstättenbau oder touristische Programme bestünden praktisch nicht; auch eine Verknüpfung mitdem Naherholungsgebiet Salzaquelle ist ausdrücklich verworfen worden. Genau diese ablehnendeGrundhaltung der ‚Brombeerregierung‘ hat sich bis heute nicht geändert.Wo bleibt die Lobbyarbeit der eigenen Parteifreunde? SPD, CDU und Linke sitzen nicht nur imNordhäuser Stadtrat, sondern tragen in Erfurt Regierungsverantwortung oder sichern sie politisch ab.Genau diese Doppelrolle nutzt hier offenbar niemand für die Stadt“, kritisiert Düben-Schaumann.„Die CDU-Fraktion beschloss im November 2025, Fördermittel einzuwerben und den Baubeginnvorzubereiten. Doch wer hat sich anschließend persönlich bei der eigenen Landtagsfraktion oder imzuständigen Ministerium für das Projekt eingesetzt? Sichtbar geworden ist davon nichts – im Maifolgte die nächste Absage.“Auch der Besuch von Staatssekretär Möller im Dezember ändere daran nichts: „Ein Ortstermin mitRegenschirm und Planungsunterlagen ersetzt keine wirksame Lobbyarbeit in den Fraktionen und Ministerien. Wo war der Einsatz der CDU-Landtagsabgeordneten Gerbothe in denHaushaltsberatungen? Wo war die SPD als Teil der Landesregierung, als im Mai über die Förderrunde2026 entschieden wurde? Fünf Monate nach dem Fototermin stand erneut nur ein Nein aus Erfurt.Oberbürgermeister Kai Buchmann muss sich fragen lassen, was er persönlich in Erfurt für Nordhausenerreicht hat. Wer sich bei Ortsterminen für das Bad feiern lässt, muss sich auch in derLandeshauptstadt mit Nachdruck dafür einsetzen. Wer als SPD, CDU oder Linke vor Ort für das Badwirbt, darf sich in Erfurt nicht wegducken – genau das erleben wir seit Jahren. Die AfD sitzt nicht mitam Kabinettstisch, SPD, CDU und die von den Linken geduldete Landesregierung jedoch schon. DieseKontakte werden für Nordhausen offenbar nicht genutzt.
Auch der Versuch von Badehaus-Chef Jens Eisenschmidt, eine Absage als positives Signal zuverkaufen, ändert nichts an der Realität: Wieder vergeht ein Jahr ohne verbindliche Zusage – undwieder ein Jahr, in dem die eigenen Genossen und Parteifreunde der Regierungsfraktionen in Erfurt nichts bewegt haben.“
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