von Redaktion | Aug. 31, 2024 | Allgemein
ThĂŒringen ist reich an kulturellem Erbe und prĂ€gender Geschichte. Als Kernland der Reformation, Wiege der Weimarer Klassik und Zentrum moderner Philosophie und Wissenschaft bietet ThĂŒringen eine Vielfalt, die einzigartig ist. Dieses Erbe spiegelt sich in einer lebendigen Gegenwartskultur wider, die weit ĂŒber ThĂŒringen hinaus strahlt und fĂŒr den Tourismus von groĂer Bedeutung ist.
Wir setzen uns dafĂŒr ein, die Kultur im SĂŒdharz zu bewahren, zu schĂŒtzen und zu fördern. Kultur ist fĂŒr uns nicht nur Ausdruck unserer IdentitĂ€t, sondern auch ein Mittel zur StĂ€rkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Unsere zentrale Forderung ist die Festschreibung der deutschen Sprache als Landessprache in der ThĂŒringer Verfassung. Hinter dem Versuch, âGender-Sprachregelnâ politisch und rechtlich durchzusetzen, steht die Absicht der Manipulation der BuÌrger und der Zerstörung von Traditionen. Dieses Unterfangen lehnen wir entschieden ab.
Wir wollen, dass die kulturellen Traditionen ThĂŒringens in den Schulen vermittelt werden. Besonders musisch und kĂŒnstlerisch begabte Kinder sollen gefördert werden, unabhĂ€ngig von ihrem sozialen Hintergrund.
Die ThĂŒringer AfD setzt sich fĂŒr den Erhalt und die finanzielle UnterstĂŒtzung der Theater- und Orchesterlandschaft ein, jedoch nicht ohne auf Fehlentwicklungen hinzuweisen, wie sie beispielsweise in Erfurt zu beobachten sind. Es ist nötig, die Angebote so zu gestalten, dass unsere BĂŒrger diese auch annehmen. Dazu muss der âschnöde Mammonâ erwirtschaftet werden.
Dazu ist es Aufgabe etwa vom Theater Nordhausen, neben dem humanistischen GrundansprĂŒchen, auch die Unterhaltung, den Humor und die Schöngeistigkeit in ein attraktives Angebot zu gieĂen.
Die BĂŒhnendichte in ThĂŒringen ist bundesweit beispielhaft. Hier erwarten wir im Interesse des Unterhalts ein Konzept von Synergien verschiedener Sparten und BĂŒhnen im Land. NordhĂ€user Theater: Gesellschaftliche Ereignisse von der Jugendweihen, JubilĂ€en von Vereinen und Organisationen, Firmenevents sowie BĂ€lle, Konzerte gehören hier als fester Bestandteil in die Unterhaltserwirtschaftung.
Ebenso kĂ€mpfen wir fĂŒr ein freies Vereinsleben ohne ideologische Vorgaben und gegen die BĂŒrokratisierung, die ehrenamtliches Engagement behindert. Wir wollen ein Programm, das den Beitrag der Vereine zum kulturellen Leben unserer Heimat unterstĂŒtzt.
Denkmalschutz und Denkmalpflege sind fĂŒr uns von elementarer Bedeutung. Wir setzen uns fĂŒr den Erhalt der zahllosen Kultur- und baulichen DenkmĂ€ler ThĂŒringens ein und fordern die Initiierung eines weiteren Sonderinvestitionsprogramms nach 2027. StĂ€dtebaulich mĂŒssen wir zurĂŒck zu unseren Wurzeln: Die Erfahrung hat gezeigt – Zahlreiche hĂ€ssliche Neubauten werden wenige Jahrzehnte nach ihrer Errichtung abgerissen. Nachhaltigkeit geht anders. Die BĂŒrger fĂŒhlen sich in schönen und attraktiven StĂ€dten mit lokalen Bautraditionen und historischen BezĂŒgen wohler, auĂerdem zieht es noch mehr Touristen an.
Unser Ziel ist es, ThĂŒringens Kultur lebendig zu halten, damit sie auch fĂŒr kĂŒnftige Generationen ein prĂ€gendes und bereicherndes Element unseres Landes bleibt. FĂŒr ein reiches kulturelles Leben in ThĂŒringen!
von Redaktion | Aug. 22, 2024 | Allgemein
Am 21. August fand im BĂŒrgerhaus eine öffentliche Sitzung des kriminalprĂ€ventiven Rates der Stadt Nordhausen statt. Obwohl die Bedeutung des Themas fĂŒr die Sicherheit der BĂŒrger auĂer Frage steht, waren von den insgesamt 36 Stadtratsmitgliedern nur sehr wenige Vertreter anwesend. Die Sitzung offenbarte alarmierende Zahlen zur KriminalitĂ€tsentwicklung in Nordhausen, die auf der Polizeilichen Kriminalstatistik 2023 der Landespolizeiinspektion (LPI) Nordhausen basieren.
1. Straftaten in Nordhausen
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 fĂŒr die LPI Nordhausen dokumentiert einen beunruhigenden Anstieg der KriminalitĂ€t in der Region. Insgesamt wurden 22.811 Straftaten registriert, was einen signifikanten Anstieg von 10,6 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies entspricht einer HĂ€ufigkeitszahl von 6.363, die deutlich ĂŒber dem Wert von 2022 (5.807) liegt. Diese Entwicklung zeigt, dass Stadt und Landkreis Nordhausen vor einer wachsenden KriminalitĂ€tsbelastung steht, die sowohl die BĂŒrger als auch die Sicherheitsbehörden zunehmend fordert.
1.1. Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit
Ein besonders besorgniserregender Trend zeigt sich bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Im Jahr 2023 wurden in dieser Kategorie insgesamt 5.074 Straftaten registriert, was einem Anstieg von 27,9 % gegenĂŒber dem Vorjahr entspricht. Dies umfasst eine breite Palette von Delikten, die die körperliche Unversehrtheit und die persönliche Freiheit der BĂŒrger bedrohen:
- Körperverletzungsdelikte: Die Zahl der Körperverletzungen stieg um 4,5 % auf insgesamt 2.506 FĂ€lle. Dieser Anstieg wird insbesondere durch die Zunahme von FĂ€llen einfacher Körperverletzung (+ 4,9 %) und gefĂ€hrlicher Körperverletzung (+ 3,4 %) geprĂ€gt. Diese Delikte betreffen sowohl öffentliche als auch private RĂ€ume und stellen eine unmittelbare Bedrohung fĂŒr die Sicherheit der BĂŒrger dar.
- Raub und rÀuberische Erpressung: Die Zahl der Raubdelikte stieg um 21,5 % auf 113 FÀlle. Diese Entwicklung ist besonders alarmierend.
- Bedrohungen: Die Zahl der Bedrohungsdelikte stieg um 18,2 % auf 1.077 FĂ€lle.
Diese Zunahme der GewaltkriminalitĂ€t in Nordhausen stellt die Polizei vor immense Herausforderungen. Die steigende Zahl der FĂ€lle erfordert nicht nur eine VerstĂ€rkung der PolizeiprĂ€senz, sondern auch prĂ€ventive MaĂnahmen, um der Eskalation von Gewalt frĂŒhzeitig entgegenzuwirken.
1.2. Eigentumsdelikte
2023 wurden insgesamt 5.375 Diebstahlsdelikte registriert, was einen Anstieg von 13,9 % gegenĂŒber dem Vorjahr bedeutet. Diese Delikte umfassen eine Vielzahl von Straftaten, die sowohl private Haushalte als auch Unternehmen betreffen:
- Ladendiebstahl: stieg um 26,3 % auf 951 FĂ€lle.
- Wohnungseinbruchsdiebstahl: stieg um 18,7 % auf 222 FĂ€lle.
- Diebstahl aus Kfz: 456 FĂ€lle wurden im Jahr 2023 registriert, wobei die AufklĂ€rungsquote in diesem Bereich mit nur 11,2 % Ă€uĂerst gering ist.
1.3. Vermögens- und FÀlschungsdelikte
Die Vermögens- und FÀlschungsdelikte bleiben ein weiteres zentrales Problemfeld. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 3.884 FÀlle registriert, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders auffÀllig sind dabei die Entwicklungen in bestimmten Unterkategorien:
- Leistungserschleichung: Die Zahl der FĂ€lle von Leistungserschleichung stieg um 30,8 %. Diese Delikte umfassen eine Vielzahl von BetrugsfĂ€llen, bei denen Leistungen ohne entsprechende Gegenleistung in Anspruch genommen werden, und stellen eine erhebliche Belastung fĂŒr die Wirtschaft und die Gesellschaft dar.
- Betrug: Mit 2.887 FĂ€llen im Jahr 2023 bleibt Betrug ein weit verbreitetes Delikt. Dazu zĂ€hlen auch BetrĂŒgereien ĂŒber Messenger-Dienste und SMS, die weiter zunehmen und oft Ă€ltere Menschen ins Visier nehmen.
Diese Delikte sind nicht nur in Bezug auf die Zahl der FÀlle, sondern auch hinsichtlich der Schadenssumme von Bedeutung. Die Polizei muss ihre Anstrengungen verstÀrken, um diese Delikte aufzudecken und die TÀter zur Rechenschaft zu ziehen, insbesondere in einer Zeit, in der kriminelle Akteure zunehmend technologische Mittel nutzen, um ihre Taten zu verschleiern.
1.4. RauschgiftkriminalitÀt
Die RauschgiftkriminalitÀt bleibt ein anhaltendes Problem in Nordhausen. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 1.824 FÀlle registriert, was einer leichten Abnahme im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die AufklÀrungsquote in diesem Bereich liegt jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau von 95,6 %. Dennoch ist die RauschgiftkriminalitÀt eng mit anderen KriminalitÀtsfeldern, wie Eigentumsdelikten und GewaltkriminalitÀt, verbunden, was die Notwendigkeit einer umfassenden Strategie zur BekÀmpfung dieser Delikte verdeutlicht.
2. TatverdÀchtige
Im Jahr 2023 konnten insgesamt 8.140 TatverdÀchtige im ZustÀndigkeitsbereich der LPI Nordhausen ermittelt werden. Diese Zahl liegt leicht unter dem Vorjahreswert, was jedoch den steigenden KriminalitÀtsdruck nicht mindert. Die Altersstruktur der TatverdÀchtigen zeigt, dass insbesondere junge Menschen zunehmend in kriminelle AktivitÀten verwickelt sind.
2.1. Altersstruktur der TatverdÀchtigen
Die Analyse der Altersstruktur zeigt, dass die KriminalitÀt unter Jugendlichen und Heranwachsenden weiterhin ein erhebliches Problem darstellt:
- Jugendliche TatverdÀchtige (14 bis 18 Jahre): Die Zahl der jugendlichen TatverdÀchtigen stieg um 11,2 % auf 697. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der jugendlichen TatverdÀchtigen im Bereich der Körperverletzungsdelikte, was auf eine zunehmende Gewaltbereitschaft in dieser Altersgruppe hindeutet.
- Heranwachsende TatverdĂ€chtige (18 bis 21 Jahre): In dieser Altersgruppe wurde ein RĂŒckgang der TatverdĂ€chtigenzahlen verzeichnet. Es wurden 548 TatverdĂ€chtige ermittelt, was einen leichten RĂŒckgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit, prĂ€ventive MaĂnahmen zu verstĂ€rken, um junge Menschen frĂŒhzeitig vor einer kriminellen Laufbahn zu bewahren. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen, sozialen Diensten und der Polizei muss intensiviert werden, um Risikofaktoren frĂŒhzeitig zu erkennen und zu adressieren.
2.2. Geschlechterverteilung der TatverdÀchtigen
Die Kriminalstatistik zeigt auch Unterschiede in der Geschlechterverteilung der TatverdÀchtigen:
- MĂ€nnliche TatverdĂ€chtige: Der ĂŒberwiegende Anteil der TatverdĂ€chtigen ist mĂ€nnlich. Im Jahr 2023 wurden 6.013 mĂ€nnliche TatverdĂ€chtige ermittelt, was einem Anteil von 73,9 % entspricht.
- Weibliche TatverdÀchtige: Die Zahl der weiblichen TatverdÀchtigen stieg leicht auf 2.127, was einem Anteil von 26,1 % entspricht.
Diese Verteilung spiegelt allgemeine Trends in der KriminalitĂ€t wider, bei denen MĂ€nner in der Regel hĂ€ufiger als TatverdĂ€chtige in Erscheinung treten. Dennoch zeigt der leichte Anstieg bei den weiblichen TatverdĂ€chtigen, dass auch hier spezifische MaĂnahmen erforderlich sind, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
3. Nichtdeutsche TatverdÀchtige
Der Anteil der nichtdeutschen TatverdÀchtigen ist im Jahr 2023 weiter angestiegen und stellt einen signifikanten Teil der ermittelten KriminalitÀt in Nordhausen dar. Insgesamt wurden 1.334 nichtdeutsche TatverdÀchtige ermittelt, was einem Anteil von 16,4 % an allen TatverdÀchtigen entspricht. Dies bedeutet einen Anstieg um 15,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
3.1. Altersstruktur der nichtdeutschen TatverdÀchtigen
- Kinder (bis 14 Jahre): Die Zahl der nichtdeutschen Kinder, die als TatverdÀchtige erfasst wurden, stieg von 50 im Jahr 2022 auf 89 im Jahr 2023.
- Jugendliche (14 bis 18 Jahre): In dieser Altersgruppe wurden 82 nichtdeutsche TatverdĂ€chtige ermittelt, was einen Anstieg gegenĂŒber 67 im Vorjahr darstellt.
- Heranwachsende (18 bis 21 Jahre): In dieser Altersgruppe stieg die Zahl der nichtdeutschen TatverdÀchtigen auf 90.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass ein erheblicher Teil der KriminalitĂ€t in Nordhausen auf nichtdeutsche TatverdĂ€chtige zurĂŒckzufĂŒhren ist, was die Herausforderungen im Bereich Integration und PrĂ€vention verdeutlicht.
3.2. Art der Delikte bei nichtdeutschen TatverdÀchtigen
Nichtdeutsche TatverdĂ€chtige sind in einer Vielzahl von Deliktbereichen ĂŒberreprĂ€sentiert. Dazu gehören insbesondere:
- Diebstahlsdelikte: Nichtdeutsche TatverdĂ€chtige sind in dieser Kategorie hĂ€ufig ĂŒberproportional vertreten, was die Notwendigkeit gezielter MaĂnahmen zur KriminalitĂ€tsprĂ€vention in dieser Gruppe unterstreicht.
- Gewaltdelikte: Auch in der Kategorie der Gewaltdelikte zeigt sich eine erhöhte Beteiligung nichtdeutscher TatverdÀchtiger, was auf besondere Integrationsprobleme hinweist.
Forderungen der AfD-Fraktionen in Stadtrat und Kreistag
Wir sagen: Unsere Polizei braucht bei der Rechtsdurchsetzung die RuÌckendeckung der Politik.
Angesichts der alarmierenden Entwicklungen in der KriminalitĂ€tsstatistik fĂŒr Nordhausen fordert die AfD-Fraktion im Stadtrat Nordhausen eine sofortige und umfassende VerstĂ€rkung der personellen Ressourcen bei der Polizei und im Ordnungsdienst. Die Polizisten im AuĂendienst mĂŒssen aufgestockt werden, um der steigenden KriminalitĂ€tsrate in Nordhausen effektiv entgegenzuwirken. Der derzeitige Personalstand ist angesichts der aktuellen Herausforderungen nicht ausreichend, um die Sicherheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu gewĂ€hrleisten.
Wir erinnern auch an eine unserer Forderungen: wir möchten eine Stadtwache in Nordhausen etablieren, wie sie Àhnlich in den 1990er Jahren im Rathaus existierte.
Die AfD-Fraktionen in Stadtrat und Kreistag sehen angesichts der aktuellen KriminalitĂ€tsentwicklung und den absehbaren Herausforderungen der kommenden Jahre eine dringende Notwendigkeit, die Polizei in Nordhausen bzw. ThĂŒringen nachhaltig zu modernisieren und zeitgemÀà auszustatten. Eine effektive KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung erfordert nicht nur mehr Personal, sondern auch eine moderne AusrĂŒstung, die den heutigen Einsatzanforderungen entspricht und den notwendigen Schutz fĂŒr die Polizisten wĂ€hrend ihres Dienstes gewĂ€hrleistet.
Ein zentraler Punkt unserer Forderungen ist die personelle Aufstockung. Um die hohe Arbeitsbelastung und die wachsende Zahl an Einsatzszenarien effektiv bewĂ€ltigen zu können, muss der Ausbildungsstandort Meiningen prioritĂ€r ausgebaut werden. Hier sollen zukĂŒnftige PolizeikrĂ€fte umfassend und praxisnah auf die Herausforderungen im Dienst vorbereitet werden.
DarĂŒber hinaus fordern wir eine kritische ĂberprĂŒfung der polizeilichen Organisations- und DienstpostenplĂ€ne. So muss die Zuweisung von Aufgaben und die Verteilung der Dienstposten an den tatsĂ€chlichen Bedarf angepasst werden. Unser langfristiges Ziel ist es, die StellenplĂ€ne im Landeshaushalt so anzupassen, dass sie den aufgabenbezogenen Anforderungen der ThĂŒringer Polizei gerecht werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Ausstattung der Polizei mit moderner AusrĂŒstung. Dies beinhaltet die EinfĂŒhrung von Distanz-ElektroimpulsgerĂ€ten (âTaserâ) und die Möglichkeit zum selbstbestimmten Einsatz von âBodycamsâ im tĂ€glichen Streifendienst. Diese MaĂnahmen sind wichtige Schritte, um die Sicherheit der Polizisten zu erhöhen und gleichzeitig die EffektivitĂ€t ihrer EinsĂ€tze zu steigern.
DarĂŒber hinaus fordern wir ein trag- und zukunftsfĂ€higes Konzept zur Modernisierung und Digitalisierung der Polizei. Um die Effizienz der Dienstprozesse weiter zu steigern, wollen wir einen besonderen Fokus auf die EinfĂŒhrung volldigitalisierter Streifenwagen legen. Diese modernen Fahrzeuge sollen nicht nur die Kommunikation und Einsatzkoordination verbessern, sondern auch als mobile Einsatzzentralen dienen, die den Polizisten vor Ort die nötigen Informationen und Werkzeuge bereitstellen.
Die Sicherheit im SĂŒdharz ist in den vergangenen Jahren zunehmend gefĂ€hrdet, was unter anderem auf die Masseneinwanderungspolitik der Altparteien zurĂŒckzufĂŒhren ist. Solange die Ursachen dieser KriminalitĂ€t nicht beseitigt sind, befĂŒrworten wir den Einsatz von VideoĂŒberwachung an besonders gefĂ€hrdeten Orten (z. B. Bahnhofsplatz).
AfD-Fraktion im Stadtrat Nordhausen
von Redaktion | Aug. 21, 2024 | Allgemein
Jörg Prophet & Kerstin DĂŒben-Schaumann:
Wir sprechen uns klar gegen die Errichtung eines Asyl-Zentrums in Stadt und Landkreis Nordhausen aus. Eine Erstaufnahmeeinrichtung wĂŒrde unweigerlich zu einer erhöhten Belastung der lokalen Infrastruktur fĂŒhren und die Sicherheit sowie den sozialen Frieden in Nordhausen gefĂ€hrden. Stattdessen setzen wir uns fĂŒr eine strikte Kontrolle der Zuwanderung ein, um illegale Migration effektiv zu unterbinden.
Um die aktuellen Herausforderungen in der Asyl- und Migrationspolitik zu bewĂ€ltigen, braucht es umfangreiche MaĂnahmen auf allen Ebenen â von der EU bis zum Land ThĂŒringen. Wir stehen AuslĂ€ndern offen gegenĂŒber, die sich legal in unserem Freistaat aufhalten, unsere Rechtsordnung akzeptieren und sich in unsere Kultur integrieren. Besonders diejenigen, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und eine langfristige Bindung an unsere Nation haben, sind willkommen.
Wir fordern ein bedarfsorientiertes Einwanderungsrecht, das eine vollstĂ€ndige Sicherung der deutschen AuĂengrenzen voraussetzt. Asylrecht muss denjenigen vorbehalten bleiben, die wirklich politisch verfolgt werden.
ThĂŒringen braucht keine unqualifizierten Migranten. Wir werden daher eine Abschiebeinitiative starten, die alle FĂ€lle illegaler Einreisen erfasst und konsequent die Ausreisepflicht durchsetzt. Zudem wollen wir eine Abschiebehaftanstalt in ThĂŒringen einrichten und die sogenannte HĂ€rtefallkommission abschaffen, die geltendes Recht untergrĂ€bt.
Wir setzen uns dafĂŒr ein, dass illegale Zuwanderung in unser Sozialsystem nicht mehr gefördert wird. Daher fordern wir eine Senkung der Leistungen fĂŒr Asylbewerber und allgemein die RĂŒckkehr zu Sachleistungen. Die Gesundheitskarte fĂŒr Asylbewerber muss abgeschafft und die medizinische Versorgung auf akute NotfĂ€lle beschrĂ€nkt werden. Wir wollen sicherstellen, dass die Kosten fĂŒr Asylbewerber durch deren eigenes Vermögen gedeckt werden können, wo immer dies möglich ist.
FĂŒr eine migrationspolitische Wende in ThĂŒringen!
von Redaktion | Aug. 19, 2024 | Allgemein
Die Neugestaltung des Blasiikirchplatzes soll konkrete ZĂŒge annehmen, sorgt aber fĂŒr Spannungen zwischen OberbĂŒrgermeister Kai Buchmann und dem Stadtrat. Der dritte Bauabschnitt des Projekts zur Umgestaltung des Platzes und der angrenzenden KranichstraĂe-West stöĂt auf Ablehnung in der AfD-Stadtratsfraktion, insbesondere wegen der geplanten Reduzierung von ParkflĂ€chen und der Umwidmung der KranichstraĂe zu einer EinbahnstraĂe. Die Partei kritisiert auch die Ignoranz der Verwaltung bezĂŒglich der BĂŒrgeranliegenâŠ
Die PlĂ€ne zur Neugestaltung sehen vor, den Blasiikirchplatz mit seinen 5000 Quadratmetern als zentralen, barrierefreien Platz in Nordhausen zu etablieren. Die KranichstraĂe-West soll als EinbahnstraĂe ohne ParkplĂ€tze ausgebaut werden, was eine drastische Reduktion des motorisierten Verkehrs in diesem Bereich bedeutetâ.
Die AfD-Fraktion im Stadtrat hatte mehrmals deutlich gemacht, dass sie dieses Vorhaben der Stadtverwaltung nicht unterstĂŒtzen wird. Frank Kramer, Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat, nahm diese Themen auf und brachte sie im Dialog zur Sprache: âDie Stadtverwaltung organisierte im vergangenen Jahr einen BĂŒrgerdialog, um die Anliegen und WĂŒnsche der BĂŒrger zur Stadtentwicklung zu diskutieren. Dieser gut besuchte Dialog verdeutlichte das groĂe Interesse der BĂŒrger an der Zukunft ihrer Stadt. Es wurden zahlreiche Fragen gestellt, doch nur wenige Antworten gegeben. Besondere Kritikpunkte waren die unzureichende BerĂŒcksichtigung der Parkplatzsituation, die Auswirkungen auf den Einzelhandel und die Gastronomie sowie allgemeine Fragen zur Stadtgestaltung. Mit groĂer Verwunderung haben wir nun die AnkĂŒndigung der Stadtverwaltung aufgenommen, dass es keine gröĂeren EinwĂ€nde gegen die Neugestaltung gĂ€be. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Der Wegfall von ĂŒber 40 ParkflĂ€chen in der KranichstraĂe ist fĂŒr uns inakzeptabel, und die Umwandlung in eine EinbahnstraĂe wird den Verkehrsfluss in der Altstadt erheblich stören.â
Kramer weiter: âBei der Sitzung des Ausschusses fĂŒr Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt im Januar 2024 wurde mit Erschrecken festgestellt, dass keine der beim BĂŒrgerdialog vorgebrachten Anliegen in die weitere Planung eingeflossen sind. Im Gegenteil, es wurde verkĂŒndet, dass das Projekt erfolgreich laufe und die Ausschreibung beginnen könne.â
Die Kritik aus dem Stadtrat kommt parteiĂŒbergreifend. Viele Ratsmitglieder fĂŒhlen sich ĂŒbergangen, da die Stadtverwaltung offenbar Entscheidungen trifft, ohne den Stadtrat angemessen einzubeziehen. Jörg Prophet aus der Fraktion wirft die Frage auf, ob der Stadtrat nur noch als störendes Beiwerk betrachtet wird: âEs ist absolut unverstĂ€ndlich, warum die EinwĂ€nde der StadtrĂ€te, fraktionsĂŒbergreifend, von OB Buchmann einfach unter den Tisch gekehrt werden. Der Stadtrat ist das gewĂ€hlte demokratische Organ, das die Interessen der BĂŒrger vertreten soll, und es ist nicht hinnehmbar, dass diese Interessen einfach ignoriert werden.â
âNach erneuter Vorbringung aller Kritikpunkte und der Bitte um Lösungen wurde lediglich eine Zwischeninformation gegeben, dass möglicherweise ein Bruchteil der ParkplĂ€tze ersetzt werden könnte. Bis heute wurden keine konkreten Lösungen vorgelegt. Es ist wichtig, dass die Stadtentwicklung so gestaltet wird, dass Nordhausen eine attraktive Innenstadt bekommt, die Menschen aus anderen Landkreisen anzieht und den Einzelhandel sowie die Gastronomie belebt. Ein Konzept, das diesen Anforderungen nicht gerecht wird, gefĂ€hrdet die Zukunft unserer Innenstadtâ, ergĂ€nzt Frank Kramer.
âDie Umleitung des gesamten Verkehrs durch die schmalen Gassen und den Kreisverkehr der Marktpassage wird zu erheblichen Behinderungen fĂŒhren. Wir haben die Verwaltung um einen Lösungsvorschlag gebeten, aber bis jetzt gibt es keine zufriedenstellende Antwortâ, erlĂ€uterte Prophet.
âDer Blasiikirchplatz ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt, das die Stadt Nordhausen ĂŒber Jahrzehnte begleiten wird. Die Sorgen der BĂŒrger, des Einzelhandels und der Gastronomie mĂŒssen zwingend berĂŒcksichtigt werden. Dieser Platz wird fĂŒr die BĂŒrger, die ansĂ€ssigen Unternehmen, EinzelhĂ€ndler und die Anwohner gebaut, nicht fĂŒr die Stadtverwaltung. Ignoranz gegenĂŒber den vorgebrachten Problemen ist weder zielfĂŒhrend noch eine sinnvolle Stadtentwicklungâ, fasst Kramer zusammen.
ZusĂ€tzlich zur Problematik der ParkflĂ€chen und der VerkehrsfĂŒhrung gibt es Bedenken hinsichtlich der geplanten Bebauung in der Mitte des Blasiikirchplatzes. Diese MaĂnahme ist in den aktuellen PlĂ€nen der Stadtverwaltung noch nicht detailliert vorgesehen. âAngesichts der aktuellen Situation auf dem GeschĂ€fts- und Wohnungsmarkt ist in den nĂ€chsten fĂŒnf bis zehn Jahren keine Bebauung zu erwarten. Wir haben diese Bedenken deutlich gemacht, aber sie wurden bisher nicht berĂŒcksichtigt. Auch wĂŒnschen die BĂŒrger bei einer möglichen Bebauung, dass mit der Fassadengestaltung der Charakter der Altstadt berĂŒcksichtigt wird. Nordhausen braucht nicht noch einen gesichts- und (ja Entschuldigung!) talentlosen Baukörper ohne stĂ€dtebaulichen Bezugâ, sagt Jörg Prophet.
Die Kirchengemeinde St. Blasii hat sich ebenfalls fĂŒr den Erhalt der ParkflĂ€chen ausgesprochen, was den Druck auf die Stadtverwaltung weiter erhöht. âEs sind noch zu viele Fragen ungeklĂ€rt, und viele Bedenken wurden bisher nicht berĂŒcksichtigt. Ohne eine sinnvolle KlĂ€rung dieser Fragen kann es keine weitere UnterstĂŒtzung von unserer Seite gebenâ, so Prophet weiter. âDie Verwaltung um OB Buchmann will das Projekt jetzt aber schnell beginnen, da stören BĂŒrger nur. Herr Buchmann zeigt sich leider nicht als Team-Player.â
Die AfD-StadtrĂ€te betonen, dass sie sich fĂŒr die Bebauung und ErtĂŒchtigung des Kirchplatzes einsetzen. Dies muss jedoch nachhaltig und wirtschaftsfördernd geschehen. Der Platz sollte ein Ort des Wohlbefindens, des Verweilens und des Einkaufens werden. Der aktuelle Entwurf verfehlt diese Ziele. Daher kann die AfD-Fraktion den Entwurf in seiner jetzigen Form nicht unterstĂŒtzen.
von Redaktion | Aug. 4, 2024 | Allgemein
AfD-Direktkandidat Jörg Prophet warnt vor einer Deindustrialisierung und fordert die StĂ€rkung des Wirtschaftsstandorts Nordhausen. Das Industriegebiet Goldene Aue mĂŒsse zur âChefsacheâ in Erfurt werdenâŠ
âSeit 1998 wird das Industriegebiet Goldene Aue beplant. Scherzhaft habe ich einmal gesagt, dass es das erste CO2-freie Gewerbegebiet Deutschlands ist.â Doch zu Scherzen sei ihm lĂ€ngst nicht mehr zumute, fĂŒgt Prophet hinzu. âNach den vergangenen Jahren der katastrophalen Energie- und Wirtschaftspolitik der etablierten Parteien ist mir das Lachen vergangen.â
Die aktuelle Situation bereite ihm groĂe Sorgen, erklĂ€rt Prophet. âDie Deindustrialisierung Deutschlands ist in vollem Gange! GroĂe Namen wie Miele und Stihl schrĂ€nken ihre Produktion ein oder verlagern sie ganz ins Ausland. Ăber 50% der Industrieunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern planen diesen Schritt. Sogar der Mittelstand denkt ans Auswandernâ, so der AfD-Direktkandidat fĂŒr den Wahlkreis Nordhausen I.
Um seine Bedenken zu untermauern, zitiert Prophet aktuelle Statistiken: â2023 gab es 12% weniger auslĂ€ndische Investitionen als im Vorjahr, verglichen mit 2017 sogar 35% weniger. WĂ€hrenddessen verzeichnet Frankreich einen Anstieg von 20%!â
Als HauptgrĂŒnde fĂŒr diese Entwicklung sieht Prophet mehrere Faktoren: âHohe Energiekosten, BĂŒrokratie und fehlende Planungssicherheit treiben unsere Unternehmen in die Flucht.â Besonders alarmierend findet er die Energiekosten. âDeutsche Firmen zahlen bis zu dreimal mehr fĂŒr Strom als ihre internationale Konkurrenz!â
Die Folgen dieser Entwicklung seien gravierend, warnt Prophet. âWĂ€hrend weltweit ein Wachstum von 3,1% erwartet wird, prognostiziert die OECD fĂŒr Deutschland magere 0,2%. Die Folgen fĂŒr unseren Sozialstaat werden verheerend sein.â
Mit Blick auf das Industriegebiet Goldene Aus erklĂ€rt er, dass âunser neuer Status als Oberzentrum und das Potenzial der ‚Goldenen Aue‘ genutzt werden muss, um Unternehmen und ArbeitsplĂ€tze in der Region zu halten und neue anzusiedeln.â
Prophet schlĂ€gt ein umfassendes MaĂnahmenpaket vor, um die regionale Wirtschaft zu stĂ€rken. âWir mĂŒssen unnötige Regelungen und Verwaltungsvorschriften beseitigenâ, fordert er beim Thema BĂŒrokratieabbau. Auch Steuersenkungen hĂ€lt er fĂŒr unerlĂ€sslich. âDie Steuer- und Abgabenlast muss reduziert werden. Wir sollten ideologisch motivierte Steuern wie die CO2-Steuer abschaffen und den regulĂ€ren Mehrwertsteuersatz deutlich senken.â
Zur Digitalisierung erklĂ€rt Prophet: âWir brauchen zentrale Online-Anlaufstellen fĂŒr BĂŒrger und Unternehmen sowie flĂ€chendeckende, schnelle Internetverbindungen in ganz ThĂŒringen.â Dies sei, so der Politiker, der selbst als Unternehmer tĂ€tig ist, âein SchlĂŒssel zum BĂŒrokratieabbau.â
Besonders am Herzen liegt Prophet die Förderung von UnternehmensgrĂŒndungen. âEine GrĂŒnderprĂ€mie von bis zu 20.000 Euro könnte NeugrĂŒndungen und UnternehmensĂŒbernahmen erleichternâ, schlĂ€gt er vor. Auch der Ausbau von GrĂŒnderzentren und die Förderung einer dynamischen Start-up-Szene seien wichtig, fĂŒgt er hinzu. Zum Thema FachkrĂ€ftesicherung bezieht Prophet klar Stellung: âStatt auf unkontrollierte Masseneinwanderung zu setzen, mĂŒssen wir inlĂ€ndische Personalressourcen mobilisieren und die Abwanderung junger FachkrĂ€fte stoppen.â
AbschlieĂend betont Prophet die Notwendigkeit einer soliden Haushaltspolitik: âAls Grundlage fĂŒr alle weiteren Erleichterungen ist eine strikte Haushaltskonsolidierung des Freistaates notwendigâ, erklĂ€rt er und fordert: âAlle Positionen der ideologischen Agenda mĂŒssen aus dem Haushalt entfernt werden.â Die dadurch freiwerdenden Gelder sollen fĂŒr dringend benötigte Steuerentlastungen verwendet werden.
âEs ist höchste Zeit, dass wir handelnâ, schlieĂt Prophet mit einem eindringlichen Appell. âNur wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, können wir Nordhausen und die gesamte Region als attraktiven Wirtschaftsstandort erhalten und ausbauen.â
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