von Kirsten Paarmann | Mai 28, 2026 | Allgemein
Während unseres AfD-Infostandes in der Uferstraße am Rande des Nordhäuser Bahnhofsfestes kamen wir mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden ins Gespräch.Dabei wurde erneut deutlich: Die Sicherheitslage vor Ort hat sich nach Einschätzung vieler Betroffener bislang nicht spürbar verbessert.
Dazu sagt die Stadträtin und direkt gewählte Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann:
„Angestellte aus dem Umfeld der Südharzgalerie schilderten, dass die zwischenzeitlich verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungsamt lediglich von kurzer Dauer gewesen war. Nach Angaben der Gesprächspartner hat diese etwa zwei Wochen angehalten, bevor die Situation wieder zum vorherigen Zustand zurückkehrte.Die Sorgen der Anwohner und Geschäftsleute müssen endlich ernst genommen werden. Wer täglich mit den Problemen konfrontiert ist, muss auch aktiv in Lösungsprozesse eingebunden werden“, erklärt Frau Düben-Schaumann.
Erwartet worden sei ein runder Tisch, an dem Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Gewerbetreibende und weitere Betroffene gemeinsam konkrete Maßnahmen beraten. Nach den Rückmeldungen vor Ort habe ein solcher Austausch jedoch entweder nicht stattgefunden oder die direkt Betroffenen seien nicht ausreichend eingebunden gewesen.
Gerade die Uferstraße zeigt beispielhaft, dass kurzfristige Maßnahmen allein nicht ausreichen. Notwendig sind nachhaltige Konzepte, eine dauerhafte sichtbare Präsenz der Ordnungskräfte sowie ein enger Austausch mit den Menschen vor Ort.
Wir werden die Situation weiterhin aufmerksam begleiten und uns dafür einsetzen, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nicht übergangen werden.
von Redaktion | Mai 14, 2026 | Allgemein
Die letzte Kreistagssitzung vom 12. Mai 2026 machte einmal mehr deutlich, mit welcher Hartnäckigkeit die AfD-Kreistagsfraktion ihre Kontrollfunktion gegenüber der Verwaltung wahrnimmt und in welch unbefriedigendem Maße die Verwaltung dieser Kontrolle bislang nachkommt… (mehr …)
von Frank Kramer | Mai 4, 2026 | Allgemein
Der Stadtrat Nordhausen hat mit 19 Ja-Stimmen den Antrag der AfD-Fraktion für ein strategisches Personalentwicklungskonzept mit dem Zeithorizont 2035 beschlossen. Dazu erklärt Fraktionsvorsitzender Frank Kramer:
„Wir haben nie gefordert, Stellen blind zu streichen oder Entlassungen durchzusetzen. Was wir von Anfang an wollten war eine ehrliche, systematische Bestandsaufnahme. Welche Aufgaben erfüllt die Stadtverwaltung heute? Welche sind gesetzlich vorgeschrieben, welche strategisch sinnvoll – und welche nicht?
Das Ergebnis dieser Aufgabenkritik wird zweierlei zeigen: Dort, wo heute Engpässe bestehen, können neue Stellen notwendig und begründbar sein. Dort, wo Doppelstrukturen, veränderte Aufgaben oder ineffiziente Abläufe festgestellt werden, werden sich Einsparungen von selbst ergeben – als logische Konsequenz, nicht als politisches Diktat. Unser ursprünglicher Richtwert von rund 40 Stellen im Gesamtkontext bleibt dabei eine realistische Einschätzung; nicht als Vorgabe von oben, sondern als Ergebnis eines sauberen Prozesses.
Wer das kleinredet, verweigert die Debatte.
Wenn Kollegen anderer Fraktionen sagen, im Antrag sei „nichts mehr übrig“ oder er sei „sinnlos“, dann fragen wir: Warum fürchtet man Transparenz? Eine Verwaltung, die ihre eigenen Aufgaben nicht systematisch bewertet, kann weder gezielt investieren noch verantwortungsvoll sparen. Sie verwaltet sich selbst, auf Kosten der Steuerzahler.
Ja, wir haben den Antrag im Verfahren angepasst. Das war politisch vernünftig, um eine Mehrheit zu erreichen. Der Kern aber ist geblieben: Aufgabenkritik, Transparenz, Vergleich mit anderen Kommunen – und am Ende eine belastbare Grundlage für Entscheidungen, die der Stadtrat gemeinsam tragen kann.
Die Arbeit beginnt jetzt. Wir werden sie konstruktiv begleiten.“
Frank Kramer,
Fraktionsvorsitzender
von Frank Kramer | Mai 1, 2026 | Allgemein
In der Stadtratssitzung vom 22. April 2026 wurde unser überarbeiteter Antrag zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts (EZK) sowie zur Sicherung tragfähiger Einzelhandelsstandorte in erste Lesung gebracht. Ein wichtiger erster Schritt, um den drohenden Wegzug eines etablierten Elektrofachmarktes aus Nordhausen – mit allen Folgen für Arbeitsplätze, Gewerbesteuer und Kaufkraftbindung – abzuwenden.
Die Darstellung der Grünen, unser Antrag sei „aufgeweicht“ worden und biete „keine konkrete Lösung“, weisen wir zurück. Richtig ist das Gegenteil: Auf Grundlage der Rücksprache mit der Verwaltung und des Feedbacks aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung vom Montag haben wir den Antrag überarbeitet, um ihn rechtssicher und mehrheitsfähig zu gestalten. Eine pauschale Abweichung vom EZK wäre als unzulässige Einzelfallplanung gerichtlich angreifbar gewesen.
Stattdessen enthält der Antrag drei klare Prüfaufträge an die Verwaltung: Erstens die Überprüfung der Nordhäuser Sortimentsliste – das von der Stadt selbst beauftragte Junker+Kruse-Gutachten dokumentiert einen Online-Anteil von 43 % im Segment Consumer Electronics, was die bisherige Einstufung einzelner Elektrosortimente als zentrenrelevant grundlegend infrage stellt. Zweitens eine Auswirkungsanalyse für den Standort Heinrich-Zille-Straße. Drittens die Prüfung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans nach § 12 BauGB. Alle Ergebnisse sind der Verwaltung innerhalb von vier Monaten vorzulegen, von jahrelangem Stillstand keine Spur.
Runder Tisch ist kein Ersatz für Planungsrecht
Den von den Grünen angekündigten Runden Tisch begrüßen wir grundsätzlich. Wir machen aber deutlich: Ein Runder Tisch schafft kein Planungsrecht. Er kann Vertrauen stärken, aber er kann weder die Sortimentsliste fortschreiben noch einen Bebauungsplan ersetzen. Genau diese Instrumente liefert unser Antrag. Wir nehmen gerne am Runden Tisch teil – Reden allein wird das Problem jedoch nicht lösen.
Worum es eigentlich geht
15 bis 20 Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinnahmen und Angebotsvielfalt für die Nordhäuser Bürger stehen auf dem Spiel. Unser Antrag schwächt das EZK nicht, sondern führt es auf Basis belegter Marktentwicklung fort und gibt der Verwaltung einen klaren Arbeitsauftrag mit verbindlicher Frist. Wir freuen uns darauf, in der zweiten Lesung gemeinsam mit allen Fraktionen eine tragfähige Lösung zu erarbeiten.
Frank Kramer, Stadtratsmitglied, AfD-Fraktion im Stadtrat Nordhausen
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