Eine Stadtratsanfrage der AfD-Stadträtin Kerstin Düben-Schaumann soll Klarheit über Kosten, Baukonzept und Mietentwicklung bringen
Nordhausen braucht Klarheit über ein Projekt, das viele Erwartungen geweckt hat und sich im Verlauf sichtbar verändert hat. Das IBA-Projekt „Multitalent Ossietzky-Hof“ wurde einst als
innovatives Modellprojekt vorgestellt. Heute stehen zentrale Fragen im Raum – zu den Kosten, zum Baukonzept und zu den Mieten.
Um diese Fragen zu beantworten, hat die Stadträtin Kerstin Düben-Schaumann eine umfassende Anfrage an den Oberbürgermeister gestellt.
1. Kostenentwicklung
Im Mittelpunkt steht die Kostenentwicklung des Projekts:
Wie haben sich die Gesamtkosten seit Beginn verändert? Welche Ursachen gibt es für
Steigerungen? Und wie verteilen sich die finanziellen Lasten zwischen Stadt und SWG?
Die Anfrage fordert zudem Transparenz darüber, wann eine vollständige Schlussabrechnung
vorliegt und wie diese dem Stadtrat präsentiert wird.
2. Baukonzept – Neubau „Franzi“
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Neubau „Franzi“. Ursprünglich war ein Holz-Hybridbau
vorgesehen, später wurde auf einen Betonmodulbau umgestellt. Die Stadtratsanfrage soll
klären, wer diese Entscheidung getroffen hat, welche Varianten geprüft wurden und welche
wirtschaftlichen sowie ökologischen Auswirkungen dieser Wechsel hat. “ Es entsteht also jetzt
ein Wohnblock, ähnlich jenem, der zuvor abgerissen wurde.“
Auch die Rolle der IBA-Vorgaben wird hinterfragt.
3. Mieten & Nebenkosten
Besonders relevant für die Menschen im Quartier ist die Entwicklung der Nettokaltmieten,
Warmmieten und Nebenkosten.
Die Anfrage fordert eine Gegenüberstellung der ursprünglichen Kalkulationen und der heutigen
Werte.
Sie thematisiert die Frage, ob die Ziele „bezahlbares Wohnen“ und „sinkende Nebenkosten“
erreicht wurden – und ob weitere Mieterhöhungen ausgeschlossen werden können.
„Der Ossietzky-Hof ist mehr als ein Bauprojekt. Er ist ein Versprechen für modernes Wohnen,
ein Quartier mit Perspektive.
Die Stadtratsanfrage soll dazu beitragen, dass dieses Versprechen überprüfbar bleibt.
Sie fordert Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine klare Bewertung der bisherigen
Entscheidungen – auch angesichts der Millionensummen an öffentlichen Geldern, die dort
hineingeflossen sind“, so Frau Düben-Schaumann.
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