von Kirsten Paarmann | Aug. 27, 2026 | Allgemein
Die AfD‑Fraktion im Stadtrat Nordhausen fordert, bei der geplanten Neubebauung der Wohnblöcke auf der Westseite der Rautenstraße vorrangig lokale und regionale Planungsbüros zu berücksichtigen. Einen entsprechenden Antrag hat sie jetzt für den Stadtrat gestellt.
Hintergrund sind die erheblichen Bauschäden, die nach Angaben der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen (SWG) Abriss und vollständigen Neubau erforderlich machen.
Die AfD-Stadträtin Kerstin Düben-Schaumann hat hierzu einen Antrag eingebracht, der den Oberbürgermeister als Gesellschaftervertreter der Stadt Nordhausen beauftragt, in der Gesellschafterversammlung der SWG einem ausschließlich bundesweiten Architektenwettbewerb nicht zuzustimmen.
Stattdessen soll zunächst ein regionaler Ideen- und Planungswettbewerb entwickelt werden, an dem Architektinnen, Architekten, Stadtplanerinnen, Stadtplaner und Planungsbüros aus Nordhausen und der näheren Region teilnehmen können
Düben‑Schaumann, Stadträtin und Landtagsabgeordnete, sagt, dass die Rautenstraße eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt sei und deshalb zuerst diejenigen planen sollten, die Nordhausen und seine Besonderheiten wirklich kennen.
„Lokale bzw. regionale Büros verstehen die Menschen, die städtebaulichen Strukturen und die Geschichte der Stadt, weshalb diese Kompetenz am Anfang eines solchen Verfahrens stehen müssen.“
Zudem unterstreicht sie, dass das Projekt aus Nordhausen heraus entstehen soll und von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen werden muss.
Ein extern entwickeltes Konzept müsse später oft mühsam erklärt werden, während regionale Planung von Beginn an eine höhere Identifikation ermögliche.
„Nordhausen verfügt über qualifizierte Planungsbüros, die die örtlichen städtebaulichen Strukturen, die Innenstadt und die besonderen Rahmenbedingungen der Stadt kennen.“ Diese regionale Fachkompetenz müsse bei einem derart prägenden Bauvorhaben vorrangig genutzt werden. „Und zugleich können auch Vorschläge für das Umfeld hinter der Rautenstraße gemacht werden.“
Die Fraktion betont, dass die städtebauliche Entwicklung Nordhausens nicht allein durch die SWG entschieden werden dürfe. Die politische Verantwortung liege bei den gewählten Stadträtinnen und Stadträten – im Dialog mit der Bevölkerung.
Gerade bei Projekten, die das Stadtbild über Jahrzehnte prägen, müsse der Stadtrat städtebauliche Leitlinien setzen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger einbringen.
Die AfD‑Fraktion verweist darüber hinaus auf die Planungen für die Bibliothek oder den Ossietzkyhof. Dort habe sich gezeigt, dass aufwändige Wettbewerbsverfahren mit überregionalen Büros nicht automatisch zu breiter Akzeptanz in der Bevölkerung führen.
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von Kirsten Paarmann | Aug. 14, 2026 | Allgemein
Für die Wohnblocks auf der Westseite der Rautenstraße – wo die SWG wegen gravierenderBauschäden nun Abriss und komplette Neubauten plant – fordert Stadträtin Kerstin Düben-Schaumann eine klare Kurskorrektur: Statt eines aufwändigen nationalen städtebaulichenWettbewerbs soll Nordhausen auf die Kompetenz seiner eigenen Architektinnen und Architektensetzen. “Wir müssen weg von den althergebrachten, teuren deutschlandweiten Wettbewerbsritualen.Hier sollten lokale, regionale Planer und Architekten Ideen entwickeln dürfen. Die SWG steht vor einergroßen Aufgabe. Ein Neubau an dieser Stelle prägt das Herz der Stadt“, sagt Düben-Schaumann.„Gerade deshalb brauchen wir Ideen, die Nordhausen kennen, fühlen und verstehen. Ein geeignetesFormat dafür lässt sich mit Sicherheit unbürokratisch und schnell finden.”Die SWG hatte angekündigt, für die neuen Wohnblöcke einen bundesweiten Architektenwettbewerbzu prüfen. Für Düben-Schaumann ist das der falsche Weg: „Ein nationaler Wettbewerb ist teuer,langwierig und bringt oft Entwürfe, die auf dem Papier gut aussehen – aber nicht zu Nordhausenpassen“. Sie verweist auf die Erfahrungen aus dem Ossietzky-Hof: „Ein aufwändiger Wettbewerb,hohe Erwartungen – und am Ende ein Konzeptwechsel, der weder die Kosten noch die Ziele stabilgehalten hat.”
von Kirsten Paarmann | Aug. 14, 2026 | Allgemein
„Dass bei den Sommertouren der Thüringer Landesregierung 2026 kein einziger Termin am seitJahren geschlossenen Salzaquellbad stattfand, sagt mehr aus über die Prioritäten in Erfurt als jedeSonntagsrede“, erklärt die Nordhäuser Stadträtin und Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann (AfD). Bereits im vergangenen Jahr hatte sie die Landesregierung mit einer KleinenAnfrage zu den Fördermöglichkeiten für das Salzaquellbad konfrontiert.„Die Antwort aus Erfurt fiel ernüchternd aus – bis heute hat sich daran nichts geändert. Umsounverständlicher ist für mich, dass Oberbürgermeister Kai Buchmann die Vertreter derLandesregierung im Rahmen ihrer Sommertouren nicht an das geschlossene Salzaquellbad führte.Wer in Erfurt für Unterstützung werben will, muss den Verantwortlichen auch die Realität vor Ortzeigen – diese Chance wurde vertan. Drei Jahre nach den ersten politischen Ankündigungen hat sichfür die Bürger nichts verbessert.“Nach der erneuten Absage einer Landesförderung erhebt Kerstin Düben-Schaumann schwereVorwürfe gegen die Landesregierung sowie gegen SPD, CDU und Linke. „Insbesondere vermisse ichden Einsatz der Regierungsparteien und des Oberbürgermeisters gegenüber den zuständigen Stellenin Erfurt. Drei Jahre Ankündigungen, und für die Bürger hat sich nichts geändert. Das Bad ist zu – undes bleibt zu.Bereits vor einem Jahr hatte die Staatskanzlei als Antwort auf meine Kleine Anfrage klargestellt, dassweder das 2028 anstehende hundertjährige Jubiläum des Bades noch das 1100-jährige StadtjubiläumNordhausens besondere Fördermaßnahmen rechtfertigen würden. Fördermöglichkeiten überSportstättenbau oder touristische Programme bestünden praktisch nicht; auch eine Verknüpfung mitdem Naherholungsgebiet Salzaquelle ist ausdrücklich verworfen worden. Genau diese ablehnendeGrundhaltung der ‚Brombeerregierung‘ hat sich bis heute nicht geändert.Wo bleibt die Lobbyarbeit der eigenen Parteifreunde? SPD, CDU und Linke sitzen nicht nur imNordhäuser Stadtrat, sondern tragen in Erfurt Regierungsverantwortung oder sichern sie politisch ab.Genau diese Doppelrolle nutzt hier offenbar niemand für die Stadt“, kritisiert Düben-Schaumann.„Die CDU-Fraktion beschloss im November 2025, Fördermittel einzuwerben und den Baubeginnvorzubereiten. Doch wer hat sich anschließend persönlich bei der eigenen Landtagsfraktion oder imzuständigen Ministerium für das Projekt eingesetzt? Sichtbar geworden ist davon nichts – im Maifolgte die nächste Absage.“Auch der Besuch von Staatssekretär Möller im Dezember ändere daran nichts: „Ein Ortstermin mitRegenschirm und Planungsunterlagen ersetzt keine wirksame Lobbyarbeit in den Fraktionen und Ministerien. Wo war der Einsatz der CDU-Landtagsabgeordneten Gerbothe in denHaushaltsberatungen? Wo war die SPD als Teil der Landesregierung, als im Mai über die Förderrunde2026 entschieden wurde? Fünf Monate nach dem Fototermin stand erneut nur ein Nein aus Erfurt.Oberbürgermeister Kai Buchmann muss sich fragen lassen, was er persönlich in Erfurt für Nordhausenerreicht hat. Wer sich bei Ortsterminen für das Bad feiern lässt, muss sich auch in derLandeshauptstadt mit Nachdruck dafür einsetzen. Wer als SPD, CDU oder Linke vor Ort für das Badwirbt, darf sich in Erfurt nicht wegducken – genau das erleben wir seit Jahren. Die AfD sitzt nicht mitam Kabinettstisch, SPD, CDU und die von den Linken geduldete Landesregierung jedoch schon. DieseKontakte werden für Nordhausen offenbar nicht genutzt.
Auch der Versuch von Badehaus-Chef Jens Eisenschmidt, eine Absage als positives Signal zuverkaufen, ändert nichts an der Realität: Wieder vergeht ein Jahr ohne verbindliche Zusage – undwieder ein Jahr, in dem die eigenen Genossen und Parteifreunde der Regierungsfraktionen in Erfurt nichts bewegt haben.“
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