Mit der Einstellung des Kochhaus-Lieferdienstes zum 23. Oktober fällt ein wichtiges Lieferangebot für warme Mahlzeiten im Landkreis Nordhausen weg. Darauf weist die Nordhäuser AfD-Stadträtin und Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann hin.
Besonders betroffen seien Menschen, die aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst kochen können oder auf regelmäßige Essenslieferungen angewiesen sind. „Für sie bedeutet der Wegfall, dass sie sich kurzfristig um eine neue Versorgung kümmern müssen. Der Besuch des Lieferanten war zugleich ein wichtiger sozialer Kontakt.“ Da in Nordhausen nach bisherigem Kenntnisstand nur noch ein Lieferdienst verbleibt, könnten Alternativen knapp werden.
„Das Kochhaus steht für sehr gute Essensqualität. Umso bedauerlicher ist es, dass das Lieferangebot nun wegfällt. Für ältere Menschen, die allein leben oder im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind, ist ein regelmäßiges warmes Essen keine Selbstverständlichkeit. Wenn ein vertrauter Lieferdienst wegbricht, stellt sich ganz konkret die Frage, wie die tägliche Versorgung künftig gesichert werden kann“, erklärt Stadträtin Kerstin Düben-Schaumann.
Sie schlägt vor, dass sich der Landrat, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie alle Fraktionen des Kreistages und der Stadt- und Gemeinderäte zeitnah zusammensetzen, um mögliche Lösungen zu besprechen. Auch der verbleibende Lieferdienst soll einbezogen werden.
„Wir sollten klären, wie viele Menschen das Kochhaus-Lieferangebot genutzt haben, ob der verbleibende Lieferdienst zusätzliche Kunden aufnehmen kann und welche Alternativen es gibt, wenn das nicht möglich ist. Niemand sollte wegen fehlender Liefermöglichkeiten auf eine verlässliche warme Mahlzeit verzichten müssen“, so Düben-Schaumann.
Bei dem Gespräch soll konkret geprüft werden, welche Lieferkapazitäten vorhanden sind und ob regionale Anbieter oder soziale Träger zusätzliche Unterstützung leisten können.
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