Für die Wohnblocks auf der Westseite der Rautenstraße – wo die SWG wegen gravierenderBauschäden nun Abriss und komplette Neubauten plant – fordert Stadträtin Kerstin Düben-Schaumann eine klare Kurskorrektur: Statt eines aufwändigen nationalen städtebaulichenWettbewerbs soll Nordhausen auf die Kompetenz seiner eigenen Architektinnen und Architektensetzen. “Wir müssen weg von den althergebrachten, teuren deutschlandweiten Wettbewerbsritualen.Hier sollten lokale, regionale Planer und Architekten Ideen entwickeln dürfen. Die SWG steht vor einergroßen Aufgabe. Ein Neubau an dieser Stelle prägt das Herz der Stadt“, sagt Düben-Schaumann.„Gerade deshalb brauchen wir Ideen, die Nordhausen kennen, fühlen und verstehen. Ein geeignetesFormat dafür lässt sich mit Sicherheit unbürokratisch und schnell finden.”Die SWG hatte angekündigt, für die neuen Wohnblöcke einen bundesweiten Architektenwettbewerbzu prüfen. Für Düben-Schaumann ist das der falsche Weg: „Ein nationaler Wettbewerb ist teuer,langwierig und bringt oft Entwürfe, die auf dem Papier gut aussehen – aber nicht zu Nordhausenpassen“. Sie verweist auf die Erfahrungen aus dem Ossietzky-Hof: „Ein aufwändiger Wettbewerb,hohe Erwartungen – und am Ende ein Konzeptwechsel, der weder die Kosten noch die Ziele stabilgehalten hat.”