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Die AfD-Fraktion im Stadtrat kritisiert Fehlinfos zum Thomas-Mann-Haus und mangelnde Transparenz gegenüber den Stadträten und Nutzern. Die letzte Begehung durch die Stadtverwaltung erfolgte ohne Einbeziehung der Stadträte…

In einer Anfrage an den Oberbürgermeister Kai Buchmann will die Fraktion nun Aufklärung zum wirklichen Zustand des Thomas-Mann-Vereinshauses in der Wilhelm-Nebelung-Straße. Zudem will die Fraktion wissen, warum die Stadträte in der Sache kaum einbezogen werden.

„Wir haben der Verwaltung blind vertraut, dass sich das Gebäude in einem äußerst maroden Zustand befindet –Zitat Oberbürgermeister Kai Buchmann: ‚Wenn es schneit, muss ich das Ding aus Sicherheitsgründen schließen‘, – und dass es mehrere ausschließlich positiv verlaufene Gespräche mit den aktuellen Vereinsnutzern zu deren weiteren Verbleib gegeben hat. Weiterhin wurde gesagt, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht möglich wäre. Im Vertrauen darauf haben wir uns immer positiv zum Verkauf geäußert“, sagte Fraktionsvorsitzender Jörg Prophet. „Dies war wohl ein Fehler, denn aus Sicht von Vereinen und anderen Nutzern, die uns angesprochen haben, stellt sich die Sachlage völlig anders da.“

„Verblüfft sind wir auch, dass es am heutigen Freitag (31. Januar) ein Gespräch samt Begehung der Bürgermeisterin mit der Vereinshausleitung und Vereinsvertretern geben soll, zu dem aber weder der zuständige Ausschuss noch die Stadträte an sich eingeladen wurden. Transparenz sieht anders aus. Und das anberaumte Gespräch deutet eher darauf hin, dass es wohl doch noch erheblichen Klärungsbedarf gibt“, so Herr Prophet. „Dieser Umgang mit den Stadträten – aber auch den Vereinen als Trägern der bürgerschaftlichen Kultur – lässt sehr zu wünschen übrig, insbesondere bei einer für die Identität der Stadt so wichtigen und traditionsreichen Immobilie.“

Deshalb habe man beim Oberbürgermeister Fakten eingefordert: „Wir wollen das Gutachten zum baulichen Zustand des Gebäudes zur Einsichtnahme haben, ebenso wie alle Protokolle der Gespräche mit den im Haus ansässigen Vereinen. Darüber hinaus wollen wir eine aktuelle Kostenschätzung des Sanierungsaufwands. Uns interessiert auch, aufgrund welcher Berechnungen und Variantenvergleiche der Verkauf des Vereinshauses als einzige Variante in Betracht gezogen wurde“, so Herr Prophet abschließend.