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Geplanter Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz in Nordthüringen

Geplanter Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz in Nordthüringen

Kleine Anfrage 3339 – des Abgeordneten Kießling (AfD)

Medienberichten zufolge hatte im Jahr 2017 das Thüringer Landesbergamt einem Walkenrieder Unternehmen erlaubt, am Kuhberg in der Rüdigsdorfer Schweiz auf einer Fläche von zunächst 1,9 Hektar Gips abzubauen. Dieser Abbau soll im Jahr 2019 beginnen. Vor diesem Hintergrund führten circa 200 Personen eine Sternwanderung zum Kuhberg in der Rüdigsdorfer Schweiz durch, um gegen den geplanten Gipsabbau zu demonstrieren. Entsprechend eines neuen Rahmenbetriebsplans soll ein in Rottleberode ansässiges Unternehmen den Gipsabbau bis zum Jahr 2100 in der Gegend um Nordhausen planen.
Ich frage die Landesregierung:

  1. Wann und bei welcher Behörde haben die beiden oben in Bezug genommenen Unternehmen den Gipsabbau in den betroffenen Gebieten beantragt und welchen Flächenumfang haben die beantragten Abbaugebiete (bitte nach Genehmigungsbehörde, Antragsdatum, Genehmigungsdatum, Genehmigungsbegründung, Behördenauflagen, betroffenen Landkreisen, Gemeinden, Ortsteilen, Flur, Flurstücken und Ausdehnung in Hektar aufschlüsseln)?
  2. Für welche Zeiträume wurde der Gipsabbau in den oben genannten Gebieten durch die zuständigen Behörden genehmigt (bitte nach Abbaugebiet, Abbauunternehmen, Genehmigungsbehörde und in Jahresscheiben aufschlüsseln)?
  3. Wurden im Rahmen der beantragten Gipsabbaugebiete in der Rüdigsdorfer Schweiz Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt und falls nicht, warum nicht (bitte nach Beginn, Dauer, rechtlichem Umfang, Inhalt, Prüfungsbehörde und Ergebnis der Prüfung aufschlüsseln)?
  4. Welche geschützten und nicht geschützten Tier- und Pflanzenarten sind in den geplanten Abbaugebieten in der Rüdigsdorfer Schweiz ansässig und welche Auswirkungen wird der Gipsabbau nach Einschätzung der Landesregierung auf diese Arten haben?
Anfrage an den Landtag: Gipsabbau in der Region Nordhausen

Anfrage an den Landtag: Gipsabbau in der Region Nordhausen

Afd Nordthüringen stellt Anfrage im Thüringer Landtag

Die betroffenen Bürger im Südharz werden mit ihren Sorgen und Ängsten zum Thema Gipsabbau und Zerstörung des unmittelbaren Lebensumfelds und der Natur allein gelassen. Das kritisiert Jörg Prophet von der Nordhäuser Afd. „Deshalb hat die Nordthüringer Afd jetzt zu diesem Thema eine kleine Anfrage im Thüringer Landtag gestellt.  Sie bezieht sich auf die Rüdigsdorfer Schweiz und den Ortsteil Stempeda.

„Trotz zahlreicher Initiativen, Resolutionen und Sternwanderungen bleibt der Bürgerwille in Erfurt ungehört“, so Herr Prophet. „Man stapelt lieber große Aktenberge vor den Bürgern auf, mit deren Deutung sie allein gelassen werden.“

.„Im bereits begonnen Landtagswahlkampf werden eher die scheinbar prestigeträchtigen Themen wie der Theaterneubau oder der Kuntz-Sportpark in Erfurt vorgetragen und von dort aus `vermarktet´.  Die betroffenen Bürger der Karstgebiete wird man damit nicht beeindrucken können und auch nicht eine auf Planungssicherheit wartenden Industrie. Das ist eine feige Hinhaltetaktik. Was gebraucht wird ist eine Entscheidung der Rot Rot Grünen Landesregierung. Die hat Entwürfe in Unterschriftsreife auf dem Tisch, ist aber unmotiviert und beschäftigt und arbeitet sich lieber an populistischen Themen ab.“

Der AfD Kreisverband NEM trägt das Thema jetzt mittels einer Anfrage in den Landtag und hofft so dem Bürger und der Industrie die Frage:“ Weiter so, oder nicht? zu beantworten:

Jörg Prophet
AfD Nordhausen